02 – Cézanne Aquarelle

Sommaire

Fiche technique| Notes d’édition | Texte d’introduction original

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Notes d’édition

Cézannes Aquarelle wurden als zweites Werk der Marées Gesellschaft im Frühjahr 1918 vollendet. Die Wiedergabe der Originale I,III,V,IX, X erfolgte bei Franz Hanfstaengl, München, die der Originale II, IV, VI, VII, VIII bei Albert Frisch Berlin. Den Text druckte W. Drugulin, Leipzig. Leitung des Textdruckes: E.R. Weiss. Von den Bildern wurden 50 numerierte Exemplare au China, 150 numerierte Exemplare auf Hadern abgezogen. Von den 150 numerierte Exemplaren mit Haderndrucken ist dieses Nr 31.

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Les Aquarelles des Cézanne sont le deuxième ouvrage publié par la Marées Gesellschaft en ce début 1918. Les reproductions d’originaux (numéros I, III, V, IX, X) ont été réalisés par Franz Hanfstaengl, Munich; les originaux II, IV, VI, VII, VIII par Albert Frisch, Berlin. Le texte fut imprimé par W. Drugulin, Leipzig et exécuté par E.R. Weiss. Les images furent imprimée à 50 exemplaires numérotés sur papier Chine, et 150 exemplaires numérotés sur papier-chiffon. Des 150 exemplaires numérotés sur papier-chiffon, votre copie est N°31.


Fiche technique: 
Nom Cézanne Aquarelle Editeur R. Piper & co, München
Année 1918 Format 53×42 cm
Editions: Allemande 200 exemplaires (50 China, 150 papier-chiffon)
Auteurs Julius Meier-Graefe  Illustrations Paul Cézanne (1839-1906)
Statut En collection Autres copies 11 copies connues
Notes: incomplet.

Texte d’introduction Original
Es ist nicht Zeit für leise Worte und verschwiegene Dinge, wenn der Beweis erbracht ist, daß die allerlautesten nicht mehr ver-nommen werden. Es kann komisch werden, gesalbte Überhebung, unmenschlich und platt. Es kann Zynismus sein, von Dingen, die dem Auge wohl tun, zu handeln, wenn die Erde dröhnt, und die Menschheit in einem Meer von Wut und Angst erstickt. Aber es lockt unwiderstehlich, es ist das Beste, was man tun kann. Nur eine Minute ohne Blut und Schweiß, nur eine Stelle, schmal wie das Rund um eine Linde, wo ich der Menschheit ohne Scham gedenke. In die Stirnen der Knaben sind Falten geschnitten, und die Kinder kommen mit blutigen Malen zur Welt. Noch immer lachen sie. Nie brachte man der Freude solche Opfer. Nie war die Sehnsucht größer. Nie stand das Herz der Menschen jeglicher Wonne offener. Derselbe Mund, dem soeben das Wort des Jammers erstarb, lächelt über die Blume am Wege.
Man hat vorher wenig von diesem Menschen gewußt. Man hat überhaupt damals vor dem Kriege, in jener grauen, längst verschollenen und nicht guten Zeit, voll seichter Worte und wolliger Freuden, wenig von Schönheit gewußt. Sonst hätte die Menschheit nicht so leicht ihre Altäre zerstört. Sie hatte sie längst verlassen, oder war ihnen zu nahe gekommen, hatte Gebrauchsdinge, Möbel aus ihnen gemacht. Vielleicht weiss man heute mehr. Vielleicht versteht man heute solche Menschen besser, wo wir entsetzt unter dem entblätterten Dache einer Linde stehen, umbrandet von Finsternissen und mit der Wachheit im Blick, die sich auf letzten Gängen einstellt.
Denn wohl mögen wir uns heute dem Zustande nähern, in dem der Künstler seine Gesichte erblickt. So ungestüm rafft er das Stürzende, so leidenschaftlich klammert er sich an das Zergehende, so atemlos belauscht er den Traum, wie wir heute mit überspannten Muskeln Bruchstücke der verlorenen Welt aneinander binden und aufgerissenen Auges in das Dunkel starren, von wo die Zukunft kommen soll. Wohl nicht der Künstler einer anderen Zeit, nicht der gehorsame Kämmerer froher Feste, noch der behäbige Bürger einer sicheren Kaste, am wenigsten die Diener des alten Heiligtums gingen so ans Werk. Aber ein Gzanne, keiner so wie Channe. So kann man ihn sich denken, als er in der verquollenen Brunst einer sich selbst fremden lugend seine zermalmenden Bilder begann, Visionen, an denen die Angst vor dem Gesichte minnalt. Ein Blitz erhellt erstarrte Schönheit. Wir können uns den Anfänger so denken. Er war dabei, rang mit dem Wirbel, schrie, ächzte, wand sich. Wie ein ums Leben Schwimmender warf er den Brocken Eigentum ans Land. Es kann uns erschüttern und beschwichtigen, die ealen geängstigter Menschheit in dem Prunk seiner lavaähnlichen Gebilde des Anfangs zu ahnen. Er tauchte unter wie wir. Der erstickte Schrei über die Zertrümmerung des Kosmos war das erste Bekenntnis des Künstlers. Zwei Menschenleben vor unseren Tagen er-lebte er unser Unheil. Das hat mancher geahnt, wenn auch in keinem die Ahnung solche Sym-bole entstehen ließ. Größer ist das Wunder jenes anderen Gzanne, der sich aus dem Chaos gebar, näher der Gottheit, von keinem Schrei der Inbrunst, des Schmerzes zerrissen der C6zanne der höchst artikulierten Laute. Er begnügte sich mit der Schönheit, und sie war kein Märchen, kein Versteck hinter fremden oder vergangenen Dingen, war, ist unsere Welt. Nicht der Krieg ist das Unbegreifliche an unserer Zeit; er bringt nur längst verheerende, mühsam verborgene Triebe ans Licht; sondern die reine Stelle inmitten der Flut. Aus unserer Gegenwart, mit unseren Vorstellungen, unserem Sinnen und Denken gewann ein Mensch unan-tastbare Realität. Es hat rauschendere, üppigere Akkorde in der Kunst gegeben, nie reineren Klang. Wahrscheinlich leben in tausend Jahren keine kunstsinnigen Menschen mehr. Sollten sie sich doch erhalten, so könnten sie von dem Werk dieses einen Mannes verleitet werden, allen historischen Zeugnissen über uns zu mißtrauen und unsere Epoche für das goldene Zeitalter der Gesittung zu halten. Aus der gleichen Tiefe, die dem Anfänger die dunklen Visionen, gestalt-gewordene Dissonanzen von erhabener Unwirtlichkeit, geschenkt hatte, gewann der Gereifte seine lichte Harmonie. Unter jenen gibt es Werke von steilerer Größe. Ihre Gewalt ist so groß, daß es schwer wird, zu veruessen. wieviel Gewaltsames zu ihrer Wirkuna. heiträuf /uni, ,inviht dem Dramatiker, auch wenn Worte, ganze Sätze dunkel bleiben. Wir find längst an Heroen gewöhnt, die den Weg zum Ziele mit Trümmern sperren. Es gibt keine anderen. Die Gewalt des Visionärs 1 wu C 9S in • das Reich überpersönlicher Macht. Er erkannte Gesetze. Immer entdeckt die List der Persönlichkeit in dem begrenzten Fundus von Doktrinen das Recht für ihre Sonderan Ce’za:e war weniger duldsam. Seine schroffe Größe überblickend, sah er den Trümmerweg und erfaßte das höchste Glück des Sche fers: das Maß. Er erkannte das eine und einzige Gesetz, das seiner Verantwortlichkeit gebot: den gesetzmäßigen Ausweg nicht nur aus seiner Not, auch aus derNot der Gemeinschaft. Sein Bruder Hans von Mar6es, sein Vater Delacroix, sein Ahne Poussin warm ebenso doktrinär. Nun tat er das Dramatische wie eine zu leicht befundene Zierde ab. Aus der dunklen _Mystik von beschränkter Deutung wurde das Licht, das die letzten Winkel der Schöpfung erhellt. Nun erfand er nicht mehr Bilder, hörte auf, willenloser Empfänger seines Genius zu sein, erfand eine Malerei wie Flaubert nicht Romane sondern eine Sprache schuf Seine Malerei entäußerte sich des Gegenstandes, hörte auf Landschaft, Stilleben, der Herr im schwarzen Rock zu sein, gab den Pinselstrich hin, die altmeister-liche, dem Liebhaber teure, Materie, verzichtete aufEinfall,Temperament. Er spie seine Bilder nicht, sondern sprach sie. Max Liebermann hat Gzanne ein Genie ohne Talent genannt und damit kein Paradox sondern eine nackte Tatsache gesagt. Es trifft sich selten, daß ein Genie so wenig- der Gaben des Talents bedarf ganz abgesehen, davon ob es sie besitzt. Gzanne hat eine talentvolle Periode gehabt, von der Mitte der siebziger bis zur Mitte der achtziger Jahre, als Bilder wie der Har-lekin entstanden. Er war damals ein begnadeter Dekorateur, ein Ver-herrlicher der Natur von üppiger Sinnlichkeit, hatte alles, was die Ge-nossen, ein Manet, ein Renoir, ein Monet besaßen, hatte es in reicherer Fülle, in vornehmerer Wahl, in einem Stil, ungleich erhabener und weiter. Ckannes Höhe besteht fast ohne diese Gaben; er überwand sie,wieDelacroix sein Talent besiegte. Sie verschwinden nicht ganz, da ohne dekorative Werte, ohne Materie, ohne Sinnlichkeit keine Malerei denkbar wäre. Sie erhöhen sich sogar, aber Wen alles ein, was sie a.ls eine Sondereigenschaft erscheinen lassen könnte. Man wird das Bild nie nach diesen Werten be-zeichnen können, und es wird einem nicht *ihretwegen lieb sein. Delacroix` Forderung, der Geschicklichkeit Paganims _für die Etüden des Malers, als ort Delacroix’ ein Bekenntnis höchster Bescheiden h eit, veYliertbei Ce:,:a7 me die Geltung; Courbets Stolz auf die „Feinh i eit m Finger » wird belang_ loser Protz, die Lebendigkeit Manets vergänglich. /Es kommt auf ganz andere Dinge an. Sehen! sehen! sehend fliegen! se herrschen! Sich leicht machen! sich von allen Eigentümlichkei fte cghengt glaube, ea ,stee rn ibmefit’eien, damit man höher kommt! Von oben blicken. fürTöne empfindlichen Auge kann verwirren. So eine Anlage, sei sie noch zwei Drittel seiner Zeit nichts anderes getan als gesehen. Sein Wort vongemdem so groß, kann Instrument für Phänomene sein, braucht zu keiner all • gültigen Höhe zu führen. Vielleicht war seine berühmte Sensibilität gar nicht so groß und sein Auge nicht anders als das gewöhnlicher Menschen. Er sah in der Jugend nur Farben, erblickte später unzählige, und es ist nicht anzunehmen, seine Anatomie sei eine andere geworden. Der Trieb änderte sich, Erkenntnis und Wahl. Die Empfindlichkeit gegen das Un-reine und Willkürliche wuchs, der Widerstand gegen alles, was unver-gorener Rest des Weltbildes, Roh-Natur, Zufall, Motiv war. Undes wuchs die Einsicht in höhere Möglichkeiten des Ausgleichs zwischen Objekt. und Form, zwischen Farbe und Farbigkeit, zwischen Malerei und Kunst. Er glaubte selbst, der Natur immer näher zu kommen und hatte recht; jeder findet seihe reifen Werke natürlicher als die frühen. Nur fragt es sich, welche Natur diesen Begriff des Natürlichen gibt. Nicht er näherte sich, sondern sein Gedicht. Er selbst entfernte sich immer mehr, wurde un-natürlich. Das Leben, das er führte, dieser Einsatz des ganzen Daseins für einen Ausgleich von Klängen, spottet der Natur. Die Natur aber ging in seinem Rhythmus auf, und der füllte sich so vollkommen mit ihr, daß wir die Kunst nicht mehr für Abstraktion nehmen und uns einbilden dürfen, die Bilder seien das Leben eines Menschen geworden. Flaubert kam dahin, Sätze zu bilden, die reinster Klang, vollkommene Struktur sind, und die wir soeben auf der Straße zu hören glaubten. Alles, was Gzanne malt, haben wir schon vorher gesehen. Schon als Kinder sahen wir es, und der Zusammenhang mit der Wirklichkeit ging uns verloren, als wir es vergaßen. Gzannes Gedächtnis ist unser Universum. Ein Realist, stren – iitA er kein Mensch hat so ausschließlich das Richtige gemalt: das, was mag oder gel Realist, er malte nur das Sachliche. Ob gut richtig, ob schöner als andere, steht dahin. Die Geschmackfrage soll. Er malte es fleißig wie ein Illumineur des 15. lahrhuntrd:: fitt• b geduldiger als Menzel, mit der blöden Behutsamkeit des Dilettanten. Der alte brave Stümper Moreau verlangte von seinen Schülern, Bild jeden Tag so weit zu bringen, daß sie in der Na .c1:2t reinen Gewissens sterben könnten. Gzanne hat nach dieser Vorscl rift gelebt. Lieber ließ er das smck auf seiner Landschaft oder seinem. Bildnis, das er nicht „gesehen » hatte, ganz ungemalt als es ungefähr zuzudecken. Immer nur das Gesehene! Er trieb es wie Leibl. Die Äpfel auf dem Teller faulten, und die Leute, die ihm saßen, wurden alt. Er trieb das Sehen bis zum Fanatismus. Aber wenn er das Auge aufmachte, war das Sichtbare bereits zur zweiten Welt geworden, und die Bäume und Häuser standen wie Zeichen für Wärme, Gerüche, Laute da. Er hantierte mit dem Zauber wie andere mit Pinsel und Messer. Das Farbige, das bei großen Malern lose auf den Dingen liegt, die vibrierende Schicht auf einemVermeer, malte er ohne die Dinge, und die Dinge entstanden von selbst, nein, sie waren ewig da. Die Sonne strahlt schweigend in seinen Bildern, die Feuchtigkeit singt vielstimmige Lieder, und das Haus da ist so sicher das eine einzige Haus ans Wege wie unser Geburtshaus. Den Blumentopf, den kaum die Farbe weckt, haben wir irgendwo hundertmal gestreift. Es ist, als sei nicht der Topf, sondern das Vorüberstreifen des Auges an dem vertrauten Dinge gemalt. Nie ist Gzanne für das erste Verlangen da; das befriedigen andere bereiter. Nie überrascht er. Immer nur erfüllt er das letzte Verlangen, das wir gar nicht fühlen, weil wir nie wissen, was uns frommt. Erst nachträglich zeigt uns die Liebe zu dem Erfüller, wie groß es war. Sei leise, warte! Tue von deiner Welt alles Unwirkliche, die Willkür des Geschehens, zufälligen Anlaß, zufällige Folge ab. Sammle deine Freude ohne Zucken der Haut, deinen Schmerz ohne Stachel im Fleisch und reiche sie dem Bilde. Das Bild gibt sie dir als klingende Töne zurück. Er war einer der ganz Bescheidenen, mußte bescheiden sein, denn auf seiner Bahn gibt es nur kurze Schritte. Man kann als Fleischmaler die Welt erobern; Rubens muß es wie einem gottähnlichen Triumphator ge-wesen sein, der Tote lebendig machte. Gzanne wollte kein Wunder, nur die Wirklichkeit von der er immer nur glückliche Blicke erhaschte. Nie fühlte er sich im Besitz seiner Kunst. Sie stand draußen vor den Toren von Aix, groß und mächtig, ungeheuer, rätselhaft. Er ging täglich hin, und als die Beine alt wurden, ließ er sich in einem Wägekhen hinfahren. Nach seinen eigenen Worten bat er sich immer nur als Aeinger gefühlt, nicht etwa aus Bescheidenheit, sondern aus Sachlichkeit, er konnte sich nur so phlen, ein primitiver auf einer Bahn jenseits aller prinütiven Dinge. Man kann sich vergleichsweise vorstellen, daß die Maler vor ihm mit zwei struktiven Richtungen rechneten, der horizontalen und der vertikalen. Es genügte, dieses höchst einfache System im Auge zu behalten, um das Gerüst des Bildes zu sichern. Gzanne, der alle Gerüste brach, sah sich vor eine schlechterdings unbegrenzte Zahl solcher Richtlinien gestellt und sollte ebenso frei, ebenso spontan sein. Es waren nicht-Richtlinien, sondern Richtflächen. Dieselbe Intuition, die ihm die Abtönung der Farben vor-schrieb, um dieNatur zu greifen und ungreifbar zu machen, trieb ihn zu der Entdeckung der latenten Mathematik in der Natur, auf die er die Konsistenz der farbigen Massen zurückführt. So wurde er Kubist, wie Bach in seinen Fugen, Kant, der Flaubert des heiligen lullan und noch ein paar andere Gestalter Kubisten waren: Menschen, denen gelingt, ihr Menschentum in kristallenen Würfeln niederzuschlagen. Er lernte von kleinen Leuten wie Pissarro, und die brachten ihn, ohne es zu ahnen, zu Poussin, und als er nur noch reine Sachlichkeit malte, beschloß er ein Huldigungsbild für Delacroix. Es kam nicht zustande, wohl weil es ihm banal und zudringlich schien. Dafür kopierte er die Medea. Als vor Jahren eine Variante dieses Delacroix den engen Saal oben im Louvre —man kann noch an solche Orte denken— zum Tempel erhob, war Gzanne dem Pantheon noch fern, aberjeder, der die eines Phidias würdige Gebärde der Medea durchschaute, ahnte die Nähe des Jüngers. Solche Gebärden leben in den Stilleben C6zannes, in seinen Landschaften, in seinen Bild-nissen, die man nicht ohneRecht „geistlos » genannt hat. DerT echniker könnte über die Unterschiede der Medea Delacroix’ und der Medea Gzannes Bücher schreiben. Im wesentlichen sind beide genau gleich. Mit gekürzten Intervallen, mit einer systematischen Umformung des Rhythmus wird der Orchesterklang des Gemäldes auf das Papier übertragen. Die dünne Wasserfarbe trägt keine schwerere Last als das Gemälde, die Gebärde wird um nichts verdünnt. Eine Transposition, wie sie Liszt mit der Orgel Bachs auf das Klavier vornahm, mit dem nicht geringenUnterschied daß C6zanne sich vollkommen unterordnete und gleichsam sein Instrument Delacroix reichte, dem es Spaß machte, darauf die Medea zu spielen. Man muß sehr stolz sein und seiner Eigenheit sicher, um sie so neidlos hingeben zu können. Seine eigenen Aquarelle hat Ce’zanne noch leichter gemacht. Sie sind sehr selten vollständig ,oft nur ein Schemafür dieVerteilung der Flecken, Farben-Notiz, oder eine, die erste der zahllosen Schichten, die der nie mit sich zufriedene auf die Leinwand häufte, immer Vorarbeiten. Oft kommt das-selbe Motiv im Gemälde wieder. Man hat vielleicht in den Aquarellen Gradmesser vor sich, Muster der Leichtigkeit des spezifischen Gewichts, das Gzanne im Bilde nicht überschreiten wollte. In seinen besten gelang es ihm. Sie sind erfüllt mit allen Tönen, ebenso leicht geblieben, Aquarelle der Ölmalerei, Wunder einer Technik, die sich im Geist vollzieht. Den Blättern fehlt der Reichtum an Differenzen, die unbegreifliche Resonanz des leichten Anschlags. Es gibt verlockendere Aquarelle von großen und kleinen Meistern. Gzannes Blätter sind nichts, was sie ihrem Wesen nach nicht sein dürfen, und Gzanne hat ihrenUmfangwie den des Bildes aufs äußerste bescivänkt. Kein gefälliger Schleier, keine Gaukelei, kein Spiel im Dunst. Nichts ist ihnen ferner als Turners geschmeidige Art. Es zeigt sich, wie ein Mann, ohne unmännlich zu werden, flüsternd reden kann. Sie sind, oft nur ein Flüstern des Bildhaften, Hauch, sind Hauche keftiger Werke unendlich rein artikulierte Klänge ‚voll unergründ-licher Vertrautheit. Sei leise! horch auf sie!


Traduction

Prochainement…

Liste des oeuvres

I Berge bei Aix-en-Provence (Montagne près d’Aix-en-Provence)
47.4 x 31.3 cm. Collection G.F. Reber, Bremen
II Baum (Arbre)
28 x 31 cm. Collection Durieux-Cassirer, Berlin
III Stilleben (nature morte)
47.6 x 31.5 cm. Collection Dr. Hahnloser, Winterthur
IV Harlekin (Arlequin)
23 x 50.5 cm. Collection Durieux-Cassirer, Berlin
V Der Grüne Topf (Le pot vert)
31.3 x 48cm. Collection A. Flechtheim, Düsseldorf.
VI Sitzender Bauer (Ouvrier assis)
31 x 44 cm.  Collection Durieux-Cassirer, Berlin
VII Die Bäume (Les arbres)
48 x 31 cm. Collection Prof. Dr. C. Glaser, Berlin
VIII Landschaft am See (Paysage au bord d’un lac)
47 x 30.5 cm. Collection Durieux-Cassirer, Berlin
IX Provencer Landschaft (Paysage de Provence)
36.5 x 26.5 cm. Collection Oskar Moll, Berlin
X Medea (Médée) – d’après Delacroix, Musée de Lille
26.5 x 39 cm. Collection Durrieux-Cassirer, Berlin*
(*  Oeuvre actuellement au Kunsthaus, Zürich)

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